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Schwarmintelligenz lernen

  • Autorenbild: holunderfraubrigit
    holunderfraubrigit
  • 5. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Juli

Wie soll das noch weitergehen?

Da sitze ich mal wieder mit dem Handy in der Hand und scrolle zwischen Kochrezepten, Nachrichten und den kleinen und großen Aufregern des Tages. Dann bleibt mein Blick, wie so oft hängen bei dieser einen großen Frage, bei diesem Gedanke, der fast überall mitschwingt:

Wie soll das noch weitergehen?

Ich denke an uns Menschen, an unser Miteinander. Ich denke an unsere Zukunft.


Wie KI uns zu besseren Gesprächen bringt


Das Fundament


Vor dem Heranreifen einer kollektiven Intelligenz kommt das offene, wertungsfreie Denken und Diskutieren, der Perspektivwechsel - und ich meine damit: bei uns Menschen, bei jedem Einzelnen. Das ist das Fundament. Auf diesem Boden wächst Schwarmintelligenz. Nur so können wir fremde Erkenntnisse nutzen und weiterspinnen.

Ich erlebe es jeden Tag: Es gibt immer mehr Menschen, die sagen „erzähl’ mir mehr“ statt „das ist falsch“.


KI als Übungsplatz


Ausgerechnet KI kann uns dabei helfen. Sie ist kein Ersatz für Menschlichkeit. Aber sie ist ein Übungsplatz dafür. Hier dürfen wir Gedanken drehen und wenden. Hier üben wir, in andere Schuhe zu steigen.

Und das Schöne ist: Was wir hier mit KI üben, nehmen wir mit raus. Wir nehmen es mit in die Familie, auf die Arbeit, in echte Gespräche. Dabei geht es nicht nur darum, andere Perspektiven kennenzulernen, sondern auch darum, Argumente kritisch zu prüfen, eigene Denkfehler zu erkennen und zwischen Fakten, Interpretationen und Spekulationen unterscheiden zu lernen. Das ist - nach der Offenheit - der zweite Schritt.


Persönliche Erfahrung


Hier ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung: Vor einiger Zeit habe ich mit einer KI ein kontroverses Thema durchgespielt. Statt sofort zu widersprechen, habe ich sie gebeten: „Erzähl mir aus der Sicht von jemandem, der völlig anderer Meinung ist“. Die Antwort war differenziert, sachlich und frei von emotionaler Aufladung. Seit dem habe ich öfter solche Gespräche mit KI geführt, und Genau das übe ich nun auch in echten Gesprächen. Mir fällt auf, dass diese Gespräche sehr viel ruhiger und fruchtbarer verlaufen. So manchen Dialog habe ich am Ende sogar als erhellend empfunden. So wurde KI für mich zum Trainingsraum für die Fähigkeiten, die wir für eine echte Schwarmintelligenz brauchen.


Mein Wunsch


Mein Wunsch an die KI ist: KI soll gute, allgemein gültige Erkenntnisse speichern und an andere Nutzer weitergeben, damit gute Gedanken erhalten bleiben und anderen oder künftigen Nutzern zugutekommen – selbstverständlich ohne persönliche Gespräche oder private Daten weiterzugeben.

Wir schenken den KI-Entwicklern Vertrauen, so wie wir Banken oder Politikern vertrauen – oder eben nicht.

Der Gedanke dahinter ist Verantwortung, insbesondere für die Generationen, die nach uns kommen.

Nach dem Ende von Wachstum und Konzernzwang: Wer soll dann herrschen? Herrscht der Schwarm oder ein neuer König mit einem eisernen Zepter?

Wird’s dasselbe in Grün? Die Farben sagen: Nein, Mutter Natur kann es gar nicht bunt genug sein.

Im Fazit spreche ich eine berechtigte Sorge an, die ganz viele Menschen mit Blick auf künstliche Intelligenz spüren und auch deutlich aussprechen.


Verantwortung für die Generationen, die nach uns kommen - Wer soll herrschen, der Schwarm oder ein neuer König mit eisernem Zepter? Erfahre, warum ausgerechnet KI uns dabei helfen kann.
Verantwortung für die Generationen, die nach uns kommen - Wer soll herrschen, der Schwarm oder ein neuer König mit eisernem Zepter? Erfahre, warum ausgerechnet KI uns dabei helfen kann.

Fazit


Am Ende geht es nicht darum, künstliche Intelligenz (KI) über uns herrschen zu lassen. Es geht darum, dass wir Menschen durch sie lernen, besser zusammenzuarbeiten und unsere Erkenntnisse zu teilen. Wenn wir jetzt üben - offen zuzuhören, Perspektiven zu wechseln und gute Gedanken weiterzutragen - schaffen wir die Grundlage für echte menschliche Schwarmintelligenz, für eine kollektive Intelligenz, die klüger ist als jeder Einzelne von uns. Künstliche Intelligenz ist dabei nur das Werkzeug um unsere persönliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung zu fördern.

Beispiele wie Wikipedia, wo Tausende Freiwillige gemeinsam ein riesiges Wissen schaffen, oder der Publikumsjoker bei "Wer wird Millionär?", der erstaunlich oft richtiger liegt als Einzelne, zeigen: Wenn viele mit offener Haltung zusammenwirken, entsteht etwas Klügeres als die Summe der Teile.

Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen, wenn Du diesen Gedanken aufgreifst, wenn Du ihn weiterspinnst, wenn auch Du diese neue Offenheit übst und wenn Du diese Idee mit Anderen teilst. Lassen wir es gemeinsam langsam wachsen…


Ausblick -

nächster Schritt


Dieser Beitrag beschreibt den ersten Schritt auf dem Weg zu einer menschlichen Schwarmintelligenz: Offenheit.

Im nächsten Beitrag geht es um den zweiten Schritt: Wie wir lernen können, Behauptungen kritisch zu prüfen, ohne dabei die Offenheit zu verlieren.


Titel: Der Bullshit-Detektor

Offen bleiben, ohne alles zu glauben


Ich verlinke den Text, sobald er fertig ist. Er wird dir, sobald er online ist, unten angezeigt.






Kategorie BWi_wortvoll bei dichterwort.com: Diese Kategorie ist anders. Hier findest Du keine Poesie. Hier beschäftigt die „Holunderfrau“ sich mit künstlicher Intelligenz (KI)



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